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Schlichtung und Mediation bei Baukonflikten

Die preiswerte Alternative zu teuren und langwierigen Gerichtsverfahren.

Die Gerichte in Deutschland sind heutzutage hoffnungslos überlastet, deshalb können Bauprozesse oft Jahre dauern und die aufzuwendenen Kosten für das Verfahren sind hoch. Am Ende des Prozesses steht meistens ein Vergleich oder ein vom Verlierer als ungerecht empfundenes Urteil. Ein erheblicher Schaden, aufgrund der Bauunterbrechung während des Gerichtsprozesses, entsteht außerdem.

Deshalb wurden kostensparende Alternativen entwickelt, um Streitigkeiten und Baukonflikte im Bauwesen einfach und und außerhalb des Gerichtssaals am „Runden Tisch“ lösen und schlichten zu können.

Mediation

Mediation – der neue Weg zur Konfliktlösung

Baustreitigkeiten kooperativ beilegen, durch strukturierte Verhandlungen.

So läuft das Verfahren rund

Fünf Schritte

Die Mediation verläuft normalerweise in fünf Schritten. In der Vorphase nimmt der Mediator Kontakt zu den Parteien auf und prüft, ob ein Mediationsverfahren möglich ist.

Ruhig zuhören

In Phase eins werden dann in einem ersten Gespräch die Regeln verdeutlicht: Es gilt, den anderen ausreden zu lassen und nicht beleidigend zu werden. In Phase zwei stellen die Kontrahenten ihre Sichtweisen dar. Unbedingt nötig: Einer hört dem anderen geduldig zu. In Phase drei wird der Konflikt erhellt: Interessen - und Gefühle - werden herausgearbeitet.

Lösungsideen

In der vierten Phase erarbeiten die Streitparteien Lösungsmöglichkeiten. Aus diesen entsteht dann in der Phase fünf eine Vereinbarung, die schriftlich festgehalten und von beiden Seiten unterzeichnet wird. Sie kann sogar als notariell beurkundeter und vollstreckbarer Vertrag gestaltet werden. Einige Monate später folgt meist ein Nachgespräch, um die dauerhafte Haltbarkeit des neuen Friedens zu prüfen.

Schlichtungsverfahren

Schlichtung bei Baustreitigkeiten

Schlichtungsverfahren – sparen Kosten und Zeit bei der Konfliktlösung.

Der Rechtsweg in Bausachen ist oft teuer und langwierig. Deshalb wurde die Schlichtungs- und Schiedsordnung für Baustreitigkeiten (SO-Bau) geschaffen. Sie eröffnet die Möglichkeit Baustreitigkeiten außergerichtlich zu lösen. Die Verfahrensordnung wird von den Konfliktparteien vereinbart.

Ziel des Schlichtungsverfahrens ist die Beilegung des Baustreits durch einem unabhängigen Schichter oder dem Schiedsgericht. Die Schlichtungsverhandlung ist nicht öffentlich und kan vom Schlichter auch am Ort des Bauvorhabens anberaumt werden. Er unterbreitet den Beteiligten einen unverbindlichen Vorschlag zur Einigung. Im Zweifelsfall entscheidet das Schiedsgericht durch einen für die Parteien rechtlich verbindlichen Schiedsspruch.

Um teure Auseinandersetzungen bereits beim Vertragschluss zu vermeiden sollte dem Bauvertrag oder Planungvertrag eine Schlichtungsvereinbarung beigefügt werden.